Zur Geschichte der ZDS

Die Geschichte einer guten Idee

Mit der zunehmenden Technisierung am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden auch in der Süßwarenbranche zahlreiche Unternehmen, die maschinell größere Mengen an Schokolade, Gebäck und Zuckerwaren produzierten. Die technischen Entwicklungen führten zu Arbeitsprozessen, die sich bald deutlich von Tätigkeiten des ursprünglichen Handwerks unterschieden. Schon 1877 taten sich die Schokoladenhersteller zu einem ersten Interessensverband zusammen.

Im Jahre 1901 befand Otto Rüger, der Vorsitzende des „Verbandes Deutscher Chocoladefabrikanten“, dass es notwendig

sei, den Nachwuchs der Süßwarenindustrie gezielt und entsprechend der industriellen Anforderungen auszubilden.

Rüger schwebte eine zentrale „Lehrfabrik“ vor, die der ganzen Zucker und Süßwarenindustrie zur Verfügung stehen sollte. Lehrlinge zentral auszubilden, würde den Vorteil haben, allen werdenden Fachkräften den gleichen Kenntnisstand in Theorie und Praxis zu vermitteln. Soweit seine Vision. 

Bis diese Realität wurde, gingen einige Jahre ins Land. Schließlich, am 28. Januar 1951 wurde in Dortmund der „Verein der  Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenindustrie“ gegründet. Spontan hatten sich 164 Unternehmen als  Gründungsmitglieder zusammengetan, organisatorische Fragen geklärt, Lehr- und Finanzpläne aufgestellt und mit zwölf Städten Verhandlungen über den Standort aufgenommen. Die Entscheidung fiel auf Solingen-Gräfrath. Ein geeignetes Gelände von 10.000 qm wurde angekauft. Am 18. September 1952 wurde in einem feierlichen Akt der Grundstein für das erste neue Schulgebäude gelegt; am 16. Januar 1954 konnte die Schule eingeweiht werden. Der erste Schulleiter war der Diplom-Handelslehrer Heinz Leder, der selbst intensiv am Entstehen der Schule mitgewirkt hatte.

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