Aktuelles von den ZDS-Berufsinternaten

Erfolge sind kein Zufall

Lernen und leben - diese beiden Komponenten kennzeichnen die Aufenthaltszeiten der Jugendlichen während der jeweiligen Blockzeiten an der ZDS. Und während der Schullalltag durch Lehr- und Lernpläne klar reglementiert ist, stellt die Freizeit die eigentliche pädagogische Herausforderung dar.

Das sozialpädagogische Team der ZDS ist stets bemüht, den Jugendlichen, die während ihres Blockunterrichts in den Berufsinternaten untergebracht sind, ein breites Spektrum an Freizeitaktivitäten anzubieten.

An dieser Stelle stellen wir nur die dabei "herausragenden" Aktionen und deren Ergebnisse vor. Diese Aktivitäten repräsentieren jedoch nur einen kleinen Teil der täglichen Aktivitäten in den Berufsinternaten (s.hierzu auch Freizeitangebote).

Integration braucht faire Bildungschancen

Unter diesem Motto steht der Wettbewerb der Gütersloher Bertelsmann-Stiftung "Alle Kids sind VIPs". In 2012 nahm auch das Jugendwohnheim der ZDS an diesem Wettbewerb teil - und siegte!

Mit den beiden Auszubildenden Alexander Niedzielski (Wergona) und Christoph Wolf (Halloren) fand JWH-Leiter Ali Ergüvenc dann auch die richtigen Partner für das Projekt. Die beiden Jugendlichen (Künstlername Shock.One & WULFF) hatten schon "Hip-Hop"-Erfahrung und offenbar ein gutes Händchen für Text und Musik.

Der Song "Integration" wurde in der ZDS abgemischt und parallel zu einem ebenfalls produzierten Video zum Wettbewerb angemeldet. Der Bertelsmann-Jury gefiel der Song so gut, dass er zu den elf Preisträgern des Jahres 2012 zählte.

Bereits der Live-Auftritt anlässlich der Siegerehrung am 17. April in Berlin gestaltete sich zum Triumph für die beiden Nachwuchskünstler. Lohn für den gelungenen Auftritt war das Versprechen der deutschen  Band "Culcha Candela", die Schüler an der ZDS in Solingen zu besuchen.

Preisverleihung 17.4.2012, Berlin

Am 20.Juni 2012 war es dann so weit. "Culcha Candela" löste das Versprechen ein und besuchte die ZDS. Zwar war der Zeitplan der Band ziemlich eng, aber dennoch blieb Zeit für ein kurzes Interview, das die Schülerinnen Carolin Gröschl und Kathrin Sommerfeld mit den Bandmitgliedern führten.

Natürlich durften Alexander und Christoph (One.Shock & WULFF) auch ihren Siegersong performen. Als besondere Überraschung für "Culcha Candela" präsentierten die Beiden dann noch, quasi als "Weltpremiere", den neuen Song "Auf dem Kurs", der sich mit dem Thema Bildung und Bildungschancen auseinandersetzt. Begleitet wurden die zwei dabei durch Liont & Kayef sowie einen Backgroundchor vom Vogelsang Gymnasium. Culcha Candela erhielt als Dankeschön die erste CD dieses neuen Songs.

Culcha Candela erst im Interview ...
... dann interessiert dem neuen Song lauschend!

 

Dem Druck der zahlreich erschienenen Medien und den geführten Interviews waren die Nachwuchs-Künstler gut gewachsen.

Ohne Starallüren stellte sich die deutsche Erfolgsband anschließend mit allen Schülern an der Essensausgabe der Mensa an und die Musiker genossen offenbar das Essen in der Gemeinschaft.

Nach dem Essen gab es für Alexander und Christoph noch keine Ruhepause, denn zunächst wurden Sie von den Culcha Candela-Stars gebrieft, wie optimales Verhalten vor der Filmkamera aussieht. Und anschließend ging es in den ZDS-Neubau, um dort ein Musikvideo mit dem Siegersong abzudrehen, bei dem diesmal Culcha Candela nur als Nebendarsteller fungierten.

Erst die Autogramme ...
... dann die Beratung: Culcha Candela schwer in Aktion!

 

Das fertig geschnittene Video könnte durchaus eine tolle Plattform für einen musikalischen Karrierestart darstellen. Überzeugt euch hier selbst!

Alles in allem, ein toller Tag für Alexander und Christoph, für das gesamte Bertelsmann-Team, für Culcha Candela und natürlich für die Mitarbeiter des Berufsinternats, die für ihr tägliches Engagement durch einen solchen Event in besonderer Weise belohnt wurden.

Erst das Kamera-Briefing ...
... und dann das Abschieds-Foto!

Helden im Jugendwohnheim

Was verbindet den ZDS-Jugendwohnheimleiter Ali Ergüvenc und den Auszubildenden Florian Falkenthal miteinander? Die Antwort: Die Liebe zum Bezwingen langer Strecken.

Der Eine ist einfach sehr gut zu Fuß und bezwingt auch Wanderstrecken mit einer Länge von bis zu 60 Kilometern, der Andere ist in seiner Freizeit Marathonläufer und sucht die Herausforderung auch auf längeren Strecken. 

Am 12.November 2011 hatten dann beide ihren großen Auftritt: Ali Ergüvenc startete um 4:00 Uhr morgens mit dem Ziel seinen persönlichen Rekord auf dem 60-km-Rundkurs des Klingenpfades auf unter 12 Stunden zu drücken, Florian Falkenthal folgte ihm mit dem Start um 10:00 Uhr um die Strecke laufend zu bewältigen.

Die Herausforderung des Klingenpfades liegt dabei nicht nur in der Streckenlänge, sondern auch im Streckenprofil, das Steigungen und Gefälle von jeweils 1700 Höhenmetern umfasst.

Unter dem Beifall von über hundert ZDS-Nachbarn, die an einer Parallelveranstaltung teilnahmen, liefen beide Extremsportler am 12.November gegen 16:00 Uhr in der ZDS ein. Der Eine mit einer neuen persönlichen Bestleistung auf der bereits zum dritten Mal "bewanderten" Strecke [11 Std., 28 Minuten], der Andere mit einer Zeit von 6 Std. 16 Minuten, die ohnehin eine persönliche Bestleistung war, weil der Marathonläufer (Bestzeit 3:00:11) diese Strecke erstmals in seinem Leben bewältigte.

Auf jeden Fall von beiden Protagonisten eine mehr als ungewöhnliche Leistung - Kompliment!

Florian Falkenthal (links) und seine ersten Begleiter am frühen Morgen noch bester Stimmung.
Verpflegungsstation oberhalb des Müngstener Brückenparks.
Mit neuem Partner geht's weiter.
Trinken ist immer wieder besonders wichtig!
Kaum Zeit für einen Blick aufs wunderschöne Tal der Wupper.
Schnell noch ein paar Kohlenhydrate - der Weg schlaucht ziemlich!
Zieldurchlauf mit jubelndem Publikum.
Und nach ein paar Minuten kann man auch schon wieder lächeln!

Demokratie ist Teamarbeit

Unter technischer Anleitung des Jugendwohnheimleiters Ali Ergüvenc entwickelten die acht Auszubildenden (Fachkraft für Lebensmitteltechnik) Andrè`Johanning, Marcel Kohlmann, Sebastian Korte, Tiago Pedrosa, Gina-Kristin Torzecki, Miroslaw Wydra, Dominik Zibal, Swenja Zimmermann ein pfiffiges Drehkonzept, dass sich die Trickfilmtechnik "Stop-Motion" zunutze machte.

Bei den Diskussionen um die beste Umsetzung der Szenen zeigte sich deutlich, dass Demokratie auch Teamarbeit ist und ein hohes Maß an Toleranz gegenüber der anderen Meinung erfordert. Das Team ging jedoch mit dieser Aufgabenstellung sehr souverän um und so formte sich schon in wenigen Stunden aus der Idee ein sehenswertes Video, dessen Herstellung allen Beteiligten viel Spaß gemacht hat.

 

So seh'n Sieger aus!

Für die "Kreativen" unter unseren Wohnheimgästen bietet die "Film- und Video-AG" einen besonders attraktiven Rahmen für die Freizeitgestaltung. Und dass bei der Beschäftigung mit bewegtem Bild und Ton auch etwas Besonderes herauskommen kann, haben jetzt acht Jugendliche der Ausbildungsklasse L12 (Fachkraft für Lebensmitteltechnik) bewiesen.

The Winner is: Das Jugendwohnheim der ZDS

Solingen, 28.6.2010. Strahlende Gesichter gab es bei der gestrigen Preisverleihung der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf: Das Jugendwohnheim der ZDS zählt zu den fünf Hauptpreisträgern des „Jugendwettbewerbs NRW. Demokratie leben. Unsere Werte - unsere Rechte“ für das Schuljahr 2009/2010. Aus den Händen der Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich konnte das ZDS-Team in der Kategorie „Berufskolleg“ den ersten Preis, dotiert mit 3.000 €, im Theater der Träume in Düsseldorf in Empfang nehmen.

In seiner Laudatio lobte Helmut A.Bieber, Geschäftsführer der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung e.V., Landesverband NRW, die außergewöhnliche Kreativleistung der jungen Leute: „Die acht Berufsschüler der Klasse L 12, allesamt Auszubildende zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik, fanden einen außergewöhnlichen Weg, wie man Demokratie einmal anders darstellen kann. Entstanden ist ein mitreißendes Stop-Motion-Video. Witzig, kreativ, eigenwillig und nicht überladen. Eine prägnante Arbeit, die mit Technik und Inhalt nicht nur die Jugendlichen absolut gut mit „unsere Werte und unser Rechte“ erreicht und genau das leistet, was das Drehteam sich vorgenommen hatte: „Man soll sich lange daran erinnern und gerade so an die Rechte in einer Demokratie denken.“ Stop! Motion! Acht junge Menschen verbreiten illustrativ und geschickt acht wichtige Grundrechte!“

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