
THEMA: Zukunftstrends bei salzigen Snackprodukten
Salzige Snackprodukte haben sich in letzter Zeit aufgrund verschiedener Innovationen bezüglich ihrer Textur, Inhaltsstoffe und Geschmacksrichtungen erheblich verändert. Neue Produktkonzepte wie Pasta-Snacks reihen sich ein in andere, im Markt fest etablierte und „gesündere“ Alternativen zu herkömmlichen Kartoffelchips, beispielsweise Snacks auf Brotbasis sowie andere Chips- und Cracker-Fusionsprodukte.
„The Innova Database“, die weltweite Analyse der Aktivitäten zur Markteinführung von Produkten, zeigt eine Fülle von Fortschritten, ein Angebot gesünderer Salzsnacks für den Verbraucher zu präsentieren. Der Trend zu Naturprodukten ist mit 17 % Markeinführungen in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 von Produkten mit einer Positionierung „Ohne Zusatz-/Konservierungsstoffe“ der stärkste Antrieb für neue Produktentwicklungen. Hinweise auf eine Freiheit von Transfetten fanden sich bei 15 % der Produkte, andere anzumerkende Gesundheitshinweise umfassten Fettreduktion (7 %), Vollkorn (5 %) und Natriumreduktion (2 %).
Ein weiterer Haupttrend liegt im verstärkten Fokus auf das verwendete Öl. Hier werden Avocado- und Sonnenblumenöl als die gesünderen Varianten gepriesen. Für die kürzlich in Taiwan auf den Markt gebrachten „Kettle Style Avocado Oil Potato Chips“ von Good Health Natural Foods lautet der Claim, dass diese „im Kessel in natürlichem reinen Avocadoöl zubereitet werden, das einen hohen Anteil an Antioxidanten und einfachen ungesättigten Fettsäuren (das gute Fett!) besitzt“. Was das Salz betrifft, so hat sich die Zahl der Produkte mit dem Hinweis einer Verwendung von Stein- oder Meersalz als angeblich gesündere Salzart gemeinsam mit dem Hinweis auf einen reduzierten Salzanteil in letzter Zeit erhöht. Der niederländische Eigenmarkenanbieter Albert Heijn hat beispielsweise zur Ergänzung der bestehenden „Ribbel Chips“-Produktreihe einige salzreduzierte Optionen mit einer neuen Rezeptur auf den Markt gebracht.
Durch die Verwendung von alternativen Getreide- und Gemüsearten als Alternative zum herkömmlichen Weizen oder zur herkömmlichen Kartoffeln heben sich Produkte ebenfalls vom Standard ab. Getreidearten, wie Reis, Mais, Dinkel, Hafer oder Quinoa, sowie Gemüsearten, wie Tapioca, Soja, Maniok, Yuca-Wurzel oder Taro, werden aufgrund ihrer verschiedenen gesundheitsfördernden Eigenschaften und ausgefalleneren Geschmacksprofile vermehrt allein oder kombiniert in Produkten verwendet. Produktbeispiele als Indikativ dieses Trends sind in Frankreich die „Too Good Soy & PotatoSnacks“, die eine Omega-3-Fettsäurenquelle und Ballaststoffe sowie 70 % weniger Fett enthalten, sowie in den USA die „Baked Lentil Gluten Free Chips“ der Mediterranean Snack Food Company, die inspiriert ist von der ausgewogenen Lebensart in der Mittelmeerregion, und die damit wirbt, ein reiner, natürlicher und glutenfreier Snack aus proteinreichen, nahrhaften Linsen, Kichererbsen und Adzukibohnen zu sein.
Die Innovationen im Texturbereich sind, mit einem breiten Spektrum neuer Formen und Größen im Angebot, ebenfalls vielfältig. Stäbchen-, Kringel-, Perlen- und Rollenformen sind nur einige Beispiele von Neuheiten, die eine zusätzliche Knusprigkeit bieten. Interessant ist auch die Markteinführung von überdimensionierten Chips in „Jumbo“-Größe oder Überlänge und die Variationen in Dicke und Dünne sowie Riffel- oder Wellenschnitt für den ultimativen Crunch. Durch die ständigen Innovationen bei Zutaten und Textur wird die Kategorie der Salzsnacks auch weiterhin zur Entwicklung und Lieferung von gesünderen Alternativen zu herkömmlichen Kartoffelchips angeregt!
Mit dem vorgenannten Thema beschäftigt sich der Vortrag von Florian Parthe (Innova Markets Insights B.V.) am ersten Kongresstag (8.11.2011)
Die Backwaren-Branche trifft sich auch 2011 in Solingen

Am 8. und 9. November 2011 ist es wieder soweit: Dann wird die ZDS in Solingen zum Mekka für die Backwaren- und Snack-Branche. Und auch in diesem Jahr kann der Veranstaltungsbeirat, angeführt vom Vorsitzenden Andreas Coppenrath (Coppenrath Feingebäck GmbH) ein höchst attraktives Programm präsentieren.
Bunt, vielfältig und interessant ist das Tagungsprogramm, das die Besucher zwei Tage lang in Solingen fesseln wird. So wird u.a. die Kommunikation mit dem Endverbraucher im Fokus stehen. Sei es bei der Darlegung der rechtlichen Aspekte von „Clean Labels“, bei den Informationen wie Verbraucher die Unterscheidungen zwischen Labels und Marketing-Bezeichnungen wahrnehmen oder bei der zukünftigen Ausformung des Category Managements für Diät-Produkte, wenn die Diabetiker-Produkte endgültig aus den Regalen verschwinden.
Einen Schwerpunkt-Block wird das Thema „Fette“ ausmachen. So geht es u.a. um die Entstehung und Reduzierung von 3MCDPs, um die letzten Entwicklungen im Bereich der Frittierfette und um Palmöl und Nachhaltigkeit.
Des weiteren wird natürlich auch über die Rohstoffverfügbarkeit und die Marktentwicklungen sowohl bei Getreide als auch bei Zucker informiert und diskutiert werden. Ein Themenbereich, der bereits heute starken Einfluss auf die Preisentwicklung im Backwarensektor hat. Aber auch über Gewürze, Stärke und Zuckeraustauschstoffe werden in diesem Themen-Block neueste Erkenntnisse vermittelt.
Einen spannenden Aspekt des Kongresses wird sicherlich auch der Erfahrungsbericht von Renate Röder aus der Betriebsleitung der August Storck KG über „Lean Management“ bieten. Und wer sich im Nachgang zur diesjährigen INTERPACK nochmals mit Neuheiten bei der Ofentechnologie und bei Steuerungs- und Verpackungstechnik informieren möchte, hat dazu ebenfalls in Solingen Gelegenheit.
Das detaillierte Programm sowie das Anmeldeformular erhalten Sie über diesen Link.
Der Kongress-Beirat
Ein Kongress mit dem Anspruch "von Praktikern für Praktiker" erfordert auch die entsprechende Unterstützung für unser Seminarteam. Dafür gibt es bei allen Großveranstaltungen, also auch beim BACKWAREN & SNACK - Symposium einen Beirat, der sich aus hochkarätigen Mitarbeitern namhafter Unternehmen zusammensetzt. Wenn Sie wissen möchten, wer zum Gelingen dieser Veranstaltung beiträgt, finden Sie hier den Link zum Beirat.












