Die Referenten

Markus Gebhart, Hans Brunner GmbH - Rechtliche Gesichtspunkte bezüglich der Werkzeuge für die Herstellung von Schokoladenformen

1987- 1992 Studium zum Diplom Wirtschaftsingenieur (FH) an der FH München

1992-2006 Fa. Urotech GmbH, Medizinprodukte ( Kunststoffimplantate und Einmalprodukte für die Urologie), dort begonnen als Produktionsleiter, danach Geschäftsführer.

2006- jetzt Fa. Hans Brunner GmbH, Schokoladenformen, Geschäftsführer

Katharina Hilker, Bühler GmbH - Neue Anlagenkonzepte basierend auf alternativen Formentransporten

Katharina Hilker ist Produktmanagerin für den Bereich Chocolate Moulding bei Bühler. Katharina absolvierte ihren Bachelor in Lebensmitteltechnologie, ihren Master in Wirtschaftsingenieurwesen und ist zertifiziert als Coach. Ihr Team gewann 2014 mit dem Projekt ChocoBotic die Bühler Innovation Challenge. ChocoBotic ist eine Kleinanlage zur Herstellung von gefüllten Pralinen und Tafeln. Die Anlage zeichnet sich durch das kettenlose Design aus und integriert zwei Roboter. Nach drei Jahren Entwicklung, wurde die Anlage 2017 auf der Interpack auf den Markt gebracht.

Der Vortrag:

Neue Anlagenkonzepte basierend auf alternativen Formentransporten

Neue Wege erfordern neues Denken. Roboterintegrierte Technik öffnet der Umsetzung eines innovativen Designs von Fertigungsprozessen die Tür: Anlagen frei von Ketten und ihren Schmierstoffen, Reduktion von Komponenten und Stationen – dafür verbessertes hygienisches Design, multifunktionale Nutzung der Station und Flexibilisierung der Prozesse. 

Drei Vorteile alternativer Formentransporte:

Prozesszeiten und –schritte passen sich jedem Produkt an

Der Kühler und die fehlenden Ketten erleichtern die Reinigung

Für die Zukunft gerüstetes modulares Designkonzept

Jens Templin, Hildebrand Industry AG - Wirtschaftliche und technische Grundlagen für die effiziente Formenreinigung

Jens Templin ist seit 2011 für Hildebrand Industry tätig. Als Leiter der Service- und Technikabteilung hat Jens Templin durch die Zusammenarbeit mit Schokoladenherstellern weltweit umfangreiche Erfahrungen im Formenwaschen gesammelt. Vom kleinen Süßwarenhersteller bis zum Global Player kennt Jens Templin die Anwendungen und Anforderungen der anspruchsvollen Kunden. Vor allem der Einblick in das tägliche Reinigungsgeschäft ermöglicht es Jens Templin, Prozesse zu analysieren und bei den "Dos and Don'ts" im herausfordernden Bereich der Formenreinigung zu beraten..

Sein Vortrag:

Der Vortrag gibt Einblick in den Formenwaschprozess auf zwei Ebenen. Eine Ebene ist die technische Grundlage, um einen erfolgreichen Reinigungsprozess mit interdisziplinären Informationen rund um den Reinigungsprozess zu implementieren. Die zweite ist die wirtschaftliche Ebene. Daten und Fakten über die Auswirkungen auf die kosteneffiziente Beschaffung und den Betrieb von Reinigungsmaschinen liefern nützliche Informationen, um den aktuellen Waschprozess zu hinterfragen oder bevorstehende Maschinenanfragen zu spezifizieren.

Dr. Rudolf Fernengel, 2R Kunststofftechnik GmbH & Co. - Fehler und Schadensanalysen an Schokoladenformen aus Polycarbonat - Wechselwirkung mit Reinigungsmittel, Ingredients und anderen externen Faktoren

Studium der Fachrichtung Maschinenbau und Kunststofftechnik
technische Nachwuchskraft im Volkswagenwerk
Leiter der Kunststofftechnik bei BMW
Leiter Technik 2R Kunststofftechni(2R=Richard und Rudolf Fernengel)

Ronald Krzywinski, Bi-Ber GmbH & Co. Engineering KG - Adaptive 3D-Erkennung durch Profilscanner mit Reflexoptik

Ronald Krzywinski erhielt 1992 sein Diplom in Elektrotechnik an der Universität Chemnitz. Seine Schwerpunkte waren die Konstruktion und Entwicklung elektrischer und mechanischer Geräte.

Nach einigen Jahren Berufserfahrung als Entwicklungsingenieur von Kameras für medizinische Diagnose, gründete er 1997 Bi-Ber. Seitdem arbeitete Ronald Krzywinski als Geschäftsführer in seinem Unternehmen, das ein Lösungsanbieter für Bildverarbeitungssysteme ist.

Der Vortrag:

Aktuelle 3D-Inspektionssysteme für Formbrüche können fragile Stege auf Absplitterungen prüfen, jedoch nicht auf tief eingegrabene Bereiche wie die Hohlräume auf der Oberseite. Es ist nicht nur unmöglich, diese Bereiche direkt zu inspizieren, sondern Laserliniendaten können aufgrund von besonders dünnen Graten oder Reflexionen von Graten und Kurven auch unbeabsichtigt zu Pseudopixeln führen, was zu unzuverlässigen Ergebnissen führt.

Hilfe bietet der innovative 3D-Profil-Scan-Prozess mit integrierter Reflexoptik. Mit dieser Technologie können sogar Kavitäten mit hoher Frequenz inspiziert werden, um sicherzustellen, dass die gesamte Form frei von Splittern und Fremdkörpern ist.

Mit dem Reflex-Prozess kreuzt der optische Pfad einen semipermeablen Spiegel, der den Pfad in zwei getrennte Pfade aufteilt. In der Kameraansicht überlappen sich die Bahnen auf dem inspizierten Objekt wieder. Da der zweite Strahlengang einen Hilfsspiegel aufweist und von der gegenüberliegenden Seite auf die Laserlinie trifft, sind Ausrichtung, Winkel, Maßstab und Länge für beide Ansichten identisch.

Dr. Bernhard Grimm, Hans Turck GmbH & Co. KG - Die Schokoladenform 4.0 - Identifikation und Formenmanagement auf einem anderen Niveau

 

Bernhard Grimm erhielt 1988 sein Diplom in Physik an der Universität Heidelberg, wo er 1992 auch für die Entwicklung eines konfokalen Augenscanners promovierte. Im selben Jahr begann er für die Hans Turck GmbH & Co. KG als Produktmanager für Industriesensoren zu arbeiten. 2005 wechselte er als Marketing Manager zur Bernstein AG in Porta Westfalica. Im Jahr 2006 kehrte er nach Turck zurück, um das vertikale Marktmanagement für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie zu etablieren. Seit 2015 ist er als Director Vertical Marketing für alle Vertical Marketing Aktivitäten verantwortlich. Im Jahr 2016 übernahm er zudem die Leitung des Business Development Management für Automatisierungssysteme. Schwerpunkt seiner Arbeit ist es, Branchentrends in den Zielbranchen von Turck zu identifizieren und bei der Entwicklung und Vermarktung maßgeschneiderter Produkte und Lösungen für diese Trends mitzuwirken. Gemeinsam mit führenden Anbietern der Schokoladenindustrie gründete er 2009 eine Arbeitsgruppe zum Thema "Track-and-Trace" von Schokoladenformen mit RFID. Er ist Mitbegründer und Teil des Lenkungsausschusses der FERA (Verein für Forschung und Entwicklung von Robotik- und Automatisierungslösungen), die sich stark auf das industrielle Internet der Dinge konzentriert.

Sein Vortrag:

Die RFID-Technik zur Identifikation von Schokoladeformen hält schon seit Jahren Einzug in die Schokoladeindustrie. Zu den Vorteilen dieser Technologie gehören die Erhöhung der Anlageneffektivität, die Verbesserung der Produktqualität sowie die größere Nahrungemittelsicherheit. Diese Vorteile können nur realisiert werden, wenn die RFID-Technik durch eine geeignete Steuerung und Datenbankanbindung sowie die entsprechende Software ergänzt wird. Turck stellt nun ein Komplettsystem vor, das die besonderen Anforderungen eines Identifikationssystems für die Nahrungsmittelproduktion ebenso gut erfüllt wie die Anbindung an Maschinensteuerung, MES- oder Warenwirtschaftssystem. Auch eine dezentrale Datenverarbeitung im RFID-Interface von Turck oder eine Anbindung an die Turck-Cloud sind problemlos möglich. Sie erlaubt auf Wunsch zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort den Zugriff auf alle relevanten Daten. In dem Vortrag werden die für die Schokoladeproduktion wichtigen Anwendungsdetails ebenso beleuchtet wie die Möglichkeiten der Auswertung und Darstellung.

Dr.-Ing. Bernard Rocklage, FOM / iVC - Prozessoptimierung durch intelligente Formen

Dr. Bernard Rocklage erwarb sein Diplom in Maschinenbau mit Schwerpunkt Chemische Prozesse an der Universität Bochum. Anschließend arbeitete er am Institut für Thermo- und Fluiddynamik mit seinem Forschungsschwerpunkt Modellierung und Berechnung des Wärme- und Strömungsfeldes turbulenter Strömungen. 1997 erhielt er seinen Doktortitel in Maschinenbau. Seitdem arbeitete er mehr als 20 Jahre in der Schokoladensparte von Mondelez Int., Ehemals Kraft Foods, in verschiedenen Bereichen wie Qualität, Engineering, Business Development, globale Technologie und europäische F & E, wo er für die Entwicklung und den Prozess von Schokoladenprozessen verantwortlich war Optimierungen und Prozessinnovationen, sowie für die europäische Pilotanlage und die Implementierung von Innovationsmanagement und Lean Six Sigma Methoden. Im Jahr 2018 nahm Dr. Bernard Rocklage einen Universitätslehrauftrag der FOM Hochschule für Wirtschaft und Management in Stuttgart für die Themen Qualitätsmanagement, Prozessmanagement und Technologiemanagement an. Darüber hinaus ist er als Industriebetriebsberater für Prozessoptimierung, Lean Six Sigma, Technologie- und Innovationsmanagement tätig.

Sein Vortrag:

Schokoladenformen sind eines der wichtigsten Elemente in der Schokoladenproduktion, da sie das einzige Gerät in einer Formlinie mit direktem Kontakt zur Schokolade sind. In den letzten Jahrzehnten wurden Formen als notwendiger Nutzen einer Formstraße wahrgenommen und ihre Konstruktion und Merkmale wurden kaum verändert. Formen sind jedoch entscheidend für die Form und Qualität des Produkts und schließlich für die Leistung der Produktionslinie. Mit einer branchenweiten Umstellung auf die I4.0-kompatible Produktion und dem geschäftsbedingten Druck zur Optimierung der Produktionsleistung bei gleichzeitiger Beibehaltung der Produkt- und Produktionsqualität müssen Formen als wichtige und vorteilhafte Ausrüstung der Schokoladenproduktion wahrgenommen werden. In dieser Präsentation geht es darum, die Intelligenz von Formen zu heben, indem clevere Funktionen eingeführt werden, um die Prozesslinien für Schokoladenherstellung in verschiedenen Dimensionen zu optimieren.



Bernd Plies, Winkler und Dünnebier Süßwarenmaschinen GmbH - Smart Mould - Einstieg in das "Condition Based Monitoring" zur Steigerung ihrer Anlagenverfügbarkeit

Bernd Plies studierte Elektrotechnik / Elektronik an der FH Koblenz und sammelte bei der Elbag GmbH in Weisel erste Erfahrungen im Bereich der Elektronikentwicklung und -automatisierung.

Nach einem Karrierewechsel (Entwicklung von elektronischen Testsystemen) wandte er sich der Unabhängigkeit zu, um nicht nur PC-Messtechnik, sondern auch Automatisierungsaufgaben zu implementieren.

1995 wurden erste Projekte zur Automatisierung von Süßwarenmaschinen mit Schwerpunkt Antriebstechnik realisiert.

1998 wechselte Bernd Plies zu Winkler und Dünnebier Süßwarenmaschinen GmbH in Rengsdorf, wo er im Jahr 2000 Leiter der Abteilung Elektro- und Automatisierungstechnik wurde und seitdem Mitglied des WDS-Kompetenz- und Strategieteams ist.

Sein Vortrag:

Die Herstellung von Süßwaren erfolgt i.d.R. auf Formanlagen, indem die Produktionsformen über Kettenantriebe zu den unterschiedlichen Arbeitsstationen transportiert und dort mit unterschiedlichsten süßen Massen befüllt werden. Dabei sind die Formen unterschiedlichsten mechanischen und thermischen Beanspruchungen und Stress-Situationen ausgesetzt. Während zum Produktschutz hierzu schon erste Lösungen durch Sensor-behaftete ‚Messformen‘ existieren, hat WDS ein Produkt entwickelt in dem die ‚intelligente‘ Form (sog. WDS Smart Mould) zu einem festen Baustein der Zustandsüberwachung der Produktionsanlage ausgebaut wurde. Hierzu kommuniziert die Form via Funk mit der Basisstation und Anlagensteuerung und erlaubt somit positionsgenaue, aussagestarke Echtzeit-Analysen. Mit diesem Ver-fahren wird nicht nur die Produktionsform, sondern auch die Produktionsanlage überwacht und es kann frühzeitig auf Veränderungen reagiert werden. 

Der Vortrag erläutert sowohl die technischen Hintergründe, wie z.B. die WLAN-unabhängige Funkstrecke bis hin zu praktischem Einsatzverhalten. Eine Live-Demo der Form auf der WDS-ConfecEco in der ZDS-Produktion runden den Vortrag ab. 

Veronica Savu, Morphotonix S.à.r.l. - Kleine Dimensionen für große Effekte: Mehrwert durch holografische Effekte auf Schokolade

Veronica Savu schloss 2000 ihr Studium am Caltech ab und promovierte in Physik an der Yale University (USA). Im Jahr 2007 wechselte sie in die Schweiz, um an der EPFL ein Postdoktorat in Nanotechnologie zu absolvieren, Höhepunkt war ein 5-Jahres-Einzelzuschuss von SNF. In den letzten vier Jahren hat Veronica ihre Arbeit auf Geschäftsentwicklung, Verkauf und Marketing für ihr High-Tech-Startup-Unternehmen Morphotonix konzentriert. Sie hat in den letzten 3 Jahren für Morphotonix große Bekanntheit erlangt, nachdem sie im Schweizer National Start-up Team für die USA und China ausgewählt wurde, während sie mit Executive MBA Teams der IMD Business School, Lausanne, an Geschäftsstrategie und -entwicklung arbeitete. Die Kunden von Morphotonix reichen von Japan bis in die USA, in Branchen, in denen Markendifferenzierung und Produktauthentifizierung zusatzstofffreie Lösungen und unverwechselbare Qualitätsmerkmale erfordern.

Der Vortrag:

Morphotonix hat Erfahrung in der Entwicklung komplexer holografischer Muster und Logos auf der Basis kontrollierter Oberflächenrauhigkeit und nutzt seine proprietäre und patentierte Technologieplattform, um sie in Formen für das Schokoladenformen zu integrieren. Die Schokolade reproduziert die spezifische Rauheit der Form, die mit Nano-Präzision kontrolliert wird, die natürliches Licht in einen Regenbogen aufspaltet. Die holographische Schokolade bietet Schweizer Schokolade Qualität und High-Tech-Innovation.

Markus Gebhart, Hans Brunner GmbH - Erhöhung der Produktflexibillität durch Wechselformen

1987- 1992 Studium zum Diplom Wirtschaftsingenieur (FH) an der FH München

1992-2006 Fa. Urotech GmbH, Medizinprodukte ( Kunststoffimplantate und Einmalprodukte für die Urologie), dort begonnen als Produktionsleiter, danach Geschäftsführer.

2006- jetzt Fa. Hans Brunner GmbH, Schokoladenformen, Geschäftsführer

Burkard van Soest, CTO - d3 technology GmbH - 3D-Druck: Der Schlüssel für effective Produktentwicklung und Kleinserien

Burkhart-Oliver van Soest erhielt sein Diplom in Physik von der TU Clausthal.sice. Anschließend arbeitete er im F & E-Labor der Deutschen Babcok AG im UMTS-Labor von Mobilcom und baute 14 Jahre lang sein eigenes IT-Unternehmen bis zum Verkauf in 2016. Seit 2016 ist er der Gründer und Geschäftsführer der d3-technologie GmbH, einem Unternehmen im Bereich "3D": 3D-Scan, 3D-Druck, 3D-CAD und 3D-Vision. Das Hauptziel des Unternehmens in diesem Bereich 3D-Druck ist es, neue Materialien für Maschinenbau und Dentalindustrie zu entwickeln und einzurichten.

Sein Vortrag:

Der Vortrag behandelt ein komplettes Produktionsflussbeispiel einer Form aus CAD-Design (mit oder ohne 3D-Scan von bereits vorhandenen Mustern), minimale Modellierung und Anpassung für den 3D-Druckprozess und den 3D-Druckprozess selbst.

Martin Zirbs, Zirbs Kunststoffverarbeitung-Verpackung e Kfr. - Individualisierungskonzepte für Kleinserien

1989-1991 Erfahrung auf dem Gebiet der Qualitätssicherung und Fertigungsüberwachung in der Serienproduktion von Ausstattungskomponenten bei der Firma Stabilus in Koblenz / 1992-1995 kaufmännische Sachbearbeiterin für Angebots- und Auftragsabwicklung bei der Firma Heinlein Stahlhandel in Kulmbach / 1995-heute Erich Zirbs Kunststoffverarbeitung / Gründung der Zirbs Kunststoffverarbeitung-Verpackungen e.Kfr. Zusammen mit meiner Frau Heike Zirbs / 2003 Entwicklung einer Entwicklungsabteilung mit 3D CAD / CAM Technologie erste Aufgaben im Bereich personalisierter Schokoladenformen / 2005 Erweiterung der Entwicklungsabteilung in eine Formenbauabteilung / 2015 erste Aufgaben im Bereich Thermoformen in Verbindung mit Transferdruck auf Schokolade

Der Vortrag:

-Kurze Vorstellung

-Kurze Einführung in den Bereich Thermoformung als Grundlage und zum besseren Verständnis der Einsatzmöglichkeiten (Positiv- und Negativformung, Formkontakt und Formkontaktflächen usw.)

-Abbildungsmöglichkeiten mit Gravuren (2D), Erweiterte Gravuren ("2 1 / 2D"), Relief (3D)

-Arten und Herstellungsverfahren von Transferdrucken (Digital und Siebdruck)

-Möglichkeiten des Drucktransfers (einfacher Transfer mit Flachfolien, Formengebundener Transfer, Transfer mit bedruckten Formteilen)

-Möglichkeit zur Diskusion

Dr. Knut Fanke & Dr. Dana Middendorf, DIL-Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e.V. - Wie beeinflusst die Formoberfläche den Schokoladenglanz - Ein Update aus dem gleichnamigen Forschungsprojekt

Dana Middendorf
studierte Lebensmittelchemie an der Technischen Universität Braunschweig und absolvierte 2009 als Diplom-Lebensmittelchemiker und 2010 als staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin. Seitdem arbeitet sie in der Abteilung für Lebensmittelstruktur und - funktionalität der Deutsches Institut für Lebensmitteltechnologie (OIL). Im Jahr 2015 erhielt sie ihren Ph.D. Im Essen Chemie von der TU Braunschweig. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am OIL, ihre Forschungsschwerpunkte sind Charakterisierung von Oberflächen und Grenzflächen sowie oberflächenaktiven Substanzen mit in Bezug auf Schokolade, Emulgatoren und Eiscreme.

Knut Franke
studierte Lebensmitteltechnik an der Technischen Universität Dresden und erhielt seine Ph.D. in der Lebensmitteltechnik dort 1989. Von 1993 bis 1995 arbeitete er als ein Projekt Ingenieur in der Firma Tscheunschner & Bindler mit dem Schwerpunkt Entwicklung von Messgeräte für Schokoladeneigenschaften. Seit 1995 ist er beim Deutschen Institut of Food Technology (OIL), wo er für die Forschung in Süßwarentechnologie zuständig ist, Fette, Eiprodukte und andere. Von 2008 bis 2015 leitete er die Forschungseinheit "Lebensmittelrobotik".

Der Vortrag:

Der Glanz von Schokoladenoberflächen wird im wesentlichen durch die Oberflächenstruktur der Form im Mikro- und Submikrometerbereich bestimmt. Insbesondere sind die Mikro- und Submikrooberflächenwechselwirkungen der Form und der mit dieser Form hergestellten Schokolade von Interesse. Neben der Mikrorauhigkeit sind auch Oberflächenpolaritäten und lokale Adhäsionskräfte wichtig. Diese Eigenschaften können in hohen Auflösung durch Rasterkraftmikroskopie (AFM), die beide auf der Form als auch auf Schokoladenoberflächen bestimmt werden. In dieser Präsentation werden methodische Möglichkeiten zur Charakterisierung von Oberflächen mittels AFM erläutert und mit lokalen Unterschieden in den Glanzeigenschaften korreliert. Darüber hinaus werden lokale Eigenschaften der Form und daraus resultierende Schokoladenoberflächen vorgestellt und diskutiert. Besonderes Augenmerk wird auf die Korrelation zwischen makroskopischen Glanzeigenschaften und mikrostrukturellen Ergebnissen gelegt

Isabell Rothkopf, Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung - Beitrag der Ausformtechnik mit angepasster Kühlung zur Fettreifstabilität von gefüllten Schokoladen

lsabell Rothkopf erhielt ihr Diplom in Verfahrenstechnik vom Karlsruher Institut für Technologie; Ihre Schwerpunkte waren Lebensmittelverfahrenstechnik und Biomolekulare Trenntechnik. Anschließend begann sie 2013 am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung ihre Doktorarbeit über die Wechselwirkung von Fettkristallisation und Migration in gefüllten dunklen Pralinen. Seit 2017 ist sie verantwortlich für die Schokoladentechnologie. Frau Rothkopf ist wissenschaftlicher Berater der Arbeitsgruppe "Schokoladentechnologie" des Industrieverbandes für Lebensmitteltechnologie und Verpackung (IVLV, Industrievereinigung für Lebensmitteltechnologie und Verpackung e. V.).

Der Vortrag:

Kakaobutter-Kristallisationseigenschaften sind wichtig für die Herstellung von Schokoladenprodukten hoher Qualität. Daher müssen Eigenschaften für gute und schlechte Kristallisation gefunden werden und die Messung muss standardisiert werden. Derzeit werden viele verschiedene Messgeräte verwendet und selbst für etablierte Geräte wie NMR oder DSC fehlen standardisierte Methoden. Die Idee ist, verschiedene Instrumente und Methoden zu vergleichen und Benchmarks für gute und schlechte Kristallisationseigenschaften zu finden. Ein zusätzliches Ziel ist es, die Vergleichbarkeit der Qualitätskontrolle im Wareneingang und die Vorgaben des Lieferanten zu erleichtern.

Seitenanfang